Von Gunzesried auf den Steineberg, Allgäu

Auch dieses Wochenende ging es für mich wieder in’s Allgäu auf die Nagefluhkette, dieses Mal von der Gunzesrieder Säge auf den Sederer Stuiben und Stuiben. Nicht wegen des tollen Alpenpanoramas von den Gipfeln der Nagelfluhkette steht für mich fest: Im Frühjahr muss der Grat in einem Rutsch gewandert werden. Eine Tageswanderung wie diese ist irgendwie nur ein Aperitif.

Wie mittlerweile fast jedes Wochenende quäle ich mich Sonntag früh aus dem Bett um die Deutsche Alpenstraße noch vor dem großen Besucherandrang genießen zu dürfen. Nach Immenstadt geht es nach Westen duchs Tal bis nach Gunzesried, wo bequem kurz nach dem Ortsausgang an der Bushaltestelle geparkt werden kann. Den Wanderweg auf den Grat kann man gar nicht verfehlen, den Bärenköpf sieht man sogar schon vom Parkplatz aus. Wälder und Lichtungen wechseln sich immer wieder ab und der Aufstieg wird bei gefühlten 25 Grad in der Novembersonne immer wieder mit tollen Ausblicken belohnt. Auf dem Grat angekommen geht es direkt links in Richtung Steineberg. Schon vor dem Grat sieht man aus der Ferne die 18m hohe Leiter, die auf den Gipfel führt. Ab hier wird der Weg interessanter, weil steiler, schroffer und felsiger und ist an einer Stelle auch kurz gesichert. Über Serpentinen schlängelt man sich bis direkt unter das Gipfelplateau, bis an den Fuß der Leiter (mit dem netten Schild “nur für Geübte”). Noch ein kurzer Schluck aus der Pulle, den Rucksack nochmal eng geschnürt, und hoch geht’s die rund 60 Sprossen. Sobald man durch die Sprossen auf das Gipfelplateau lugen kann bietet sich einem ein grandioses Alpenpanorama wie es schöner kaum sein kann. Nach einer ausgedehnten Brotzeit auf dem Grasgpifel geht es über eine kleine Schlaufe um den Gipfel herum direkt am Hang entlang zurück zur Leiter und dann wieder hinab ins Tal.
Die Tageswanderung von Gunzesried auf den Steineberg ist übrigens auch im Rother Wanderführer Allgäu I beschrieben.