{"id":336,"date":"2011-07-26T10:10:22","date_gmt":"2011-07-26T08:10:22","guid":{"rendered":"http:\/\/hugsforhikers.com\/blog\/?p=336"},"modified":"2011-12-12T10:41:51","modified_gmt":"2011-12-12T09:41:51","slug":"outdoor-und-nachhaltigkeit-1","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hugsforhikers.com\/blog\/2011\/07\/26\/outdoor-und-nachhaltigkeit-1\/","title":{"rendered":"Outdoor und Nachhaltigkeit (1)"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-356\" title=\"Outdoor &amp; Nachhaltigkeit\" src=\"http:\/\/hugsforhikers.com\/blog\/wp-content\/uploads\/special_sustainability3.jpg\" alt=\"Outdoor &amp; Nachhaltigkeit\" width=\"300\" height=\"193\" \/> Ein neues Umweltbewusstsein scheint in der Gesellschaft angekommen zu sein. \u00d6kologisch verantwortungsvoller Konsum ist nicht nur modern, sondern ein Statussymbol geworden. Denn heute ist man &#8220;drau\u00dfen zuhause&#8221; (Jack Wolfskin). Man &#8220;h\u00f6rt nie auf, zu entdecken&#8221; (The North Face).\u00a0Mit diesem neuen Abenteuergef\u00fchl\u00a0wird jede Menge Geld verdient.<!--more--><\/p>\n<p><em>&#8220;Weltweit soll Outdoor etwa 50 Milliarden Euro umsetzen&#8221;<\/em>, sch\u00e4tzt der <a title=\"Focus Money\" href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/outdoor-branche-drang-nach-draussen_aid_626049.html\">Focus<\/a>. Die Freude an der Natur, das Umweltbewusstsein selbst wird zum Konsumgut. Genau diesem Gedanken ist ein Wort verpflichtet, das wie kein zweites den Spagat zwischen beiden Welten schaffen soll: Nachhaltigkeit. Der Idee der Nachhaltigkeit wird in der Outdoorindustrie ein besonderer Stellenwert zugeschrieben, hei\u00dft es immer wieder. So ist auf <a title=\"Spiegel Online\" href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,705681,00.html\">Spiegel Online<\/a> zu lesen: <em>&#8220;Die Outdoor-Branche steht f\u00fcr Freiheit und Naturverbundenheit&#8221;<\/em>. <a title=\"via-ferrata.de\" href=\"http:\/\/www.via-ferrata.de\/img-nachhaltigkeit-outdoor-firmen-verfolgen-eine-doppelstrategie-439.htm\">Via-ferrata.de<\/a> zitiert Claes Broqvist, seines Zeichens\u00a0Sales- und Marketing-Direcktor von Hagl\u00f6fs, mit den Worten Nachhaltigkeit sei <em>&#8220;fundamental und nicht nur kosmetisch, eine Chance und keine Last&#8221;<\/em>.\u00a0 Dabei ist es h\u00e4ufig schwer zu durchschauen, inwiefern dieses Bekenntnis aus der Branche selbst kommt, oder ob es durch den gesellschaftlichen Trend hin zu \u00f6kologischem Konsum von au\u00dfen an sie herangetragen wird, es sich also vielmehr um eine pragmatische, rein \u00f6konomische Anpassung an ver\u00e4nderte Image- und Nachfragestrukturen als um aufrichtiges Engagement f\u00fcr Natur und Umwelt handelt. Gerade Marken wie Jack Wolfskin sind l\u00e4ngst \u00fcber das Segment &#8220;Outdoor&#8221; hinaus gewachsen und fester Bestandteil urbaner Alltagsmode, kaum eine andere Branche verzeichnete in den letzten Jahren insgesamt gr\u00f6\u00dfere Wachstumsraten. Aber was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr das gesteigerte Umweltbewusstsein in den letzten Jahren? Sicherlich auch die Erkenntnis um die \u00f6kologischen Konsequenzen unseres Konsummodells. Es stellt sich also zwangsl\u00e4ufig die Frage: Eine boomende Outdoorindustrie und eine boomende Idee der Nachhaltigkeit, passt das \u00fcberhaupt Zusammen?<\/p>\n<p>hugsforhikers widmet sich also dem Thema Outdoor und Nachhaltigkeit, mit all seinen Widerspr\u00fcchen und Chancen, in einem ersten Special \u00fcber mehrere Beitr\u00e4ge hinweg. Besser sp\u00e4t als nie steige ich damit in eine Diskussion ein, die insbesondere von <a title=\"outdoor.de\" href=\"http:\/\/www.outdoor.de\/outdoor_nachhaltigkeit.html\">outdoor.de<\/a> angesto\u00dfen und dort selbst mit einer Reihe ausf\u00fchrlicher Beitr\u00e4ge bedacht wurde.<\/p>\n<p>Dieser Frage soll sich in verschiedenen Schritten gen\u00e4hert werden. Zun\u00e4chst erst scheint erst einmal wichtig zu kl\u00e4ren, warum das Thema Nachhaltigkeit in der Outdoorbranche \u00fcberhaupt eine so gro\u00dfe Rolle spielt. Einerseits geht es um die Kunden. Menschen, die sich f\u00fcr Outdoormarken, bzw. f\u00fcr Funktionskleidung f\u00fcr Outdoorsport ernsthaft interessieren, tun dies in der Regel nicht einfach aus Modegr\u00fcnden. Vielmehr ist es das eigene Interesse an Natur, am Berg- oder Wandersport im weitesten Sinne, das eine so gro\u00dfe Nachfrage f\u00fcr Produkte, die diesem Hobby entsprechen, erst geschaffen hat. Dieser Art von Kunden ist folglich ihr Interesse an einem m\u00f6glichst umfangreichen und weitgehenden Erhalt der Grundlage dieser Leidenschaft gemeinsam. Mit einem Wort: Umweltschutz*. Dementsprechend berichtet Rolf G. Schmid, Pr\u00e4sident der European Outdoor Group und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Mammut auf der Messe <a title=\"OutDoor Friedrichshafen\" href=\"http:\/\/www.outdoor-show.de\/od-de\/besucher\/news\/Outdoor-Produkte_liegen_in_Europa_weiter_stark_im_Trend.php\">OutDoor<\/a> 2007 in Friedrichshafen: <em>\u201eWir verzeichnen einen starken Zuwachs bei Lifestyle-Konsumenten, die Outdoor-Aktivit\u00e4ten in der Natur als gesunden Lebensstil betrachten&#8221;<\/em>, und erg\u00e4nzt direkt: <em>&#8220;Klimawandel und Umweltschutz sind wichtige Themen, die auch in der Outdoor-Industrie sehr ernst genommen werden&#8221;<\/em>.<\/p>\n<p>Andererseits geht es also folgerichtig um Produzenten. Auch sie m\u00fcssen, wenn es um langfristige Ziele geht, ein Interesse an nachhaltigem Umweltschuz haben. Denn auch hier gilt: <em>&#8220;Ohne Natur kein Outdoor-Business&#8221;<\/em>, schreibt <a title=\"Alpin - Das Bergmagazin\" href=\"http:\/\/www.emas.de\/fileadmin\/user_upload\/02_aktuelles\/PDF-Dateien\/Alpin-Das-Bergmagazin-04-2010.pdf\">Alpin<\/a>. Die daran anschlie\u00dfende \u00dcberlegung ist simpel: Je weniger Umwelt, desto weniger Platz f\u00fcr Outdooraktivit\u00e4ten, desto weniger Nachfrage nach Outdoorprodukten. Diesen Gedanken hat <a title=\"Discover Outdoor Blog\" href=\"http:\/\/www.discover-outdoor.com\/artikel\/tipps_tricks\/nachhaltigkeit_im_outdoor-bereich.htm\">Discover Outdoor<\/a> treffend pointiert: Es geht um &#8220;Naturverbrauch&#8221;. Hier zeigt sich der grundlegende Konflikt in der Tatsache, dass die Outdoorindustrie boomt. Denn industrielles Wachstum bedeutet in unserem aktuellen Wirtschaftsmodell nach wie vor zwangsl\u00e4ufig mehr Ressourcenverbrauch und mehr Treibhausgasemissionen &#8211; und damit letztendlich weniger Nachhaltigkeit und eine weniger intakte Umwelt. Aber wof\u00fcr steht dann &#8220;Nachhaltigkeit&#8221; \u00fcberhaupt? Steht hinter dem Begriff tats\u00e4chlich eine Idee von \u00f6kologisch verantwortungsvollem Wirtschaften, oder ist es vielmehr nur noch ein Modewort ohne Inhalt, ein Marketing-Alleskleber? Woher kommt der Begriff eigentlich, wie konnte er so zentral werden und war fr\u00fcher mit ihm wom\u00f6glich etwas anderes gemeint?<\/p>\n<p>Im ersten, in K\u00fcrze folgenden Teil dieser Serie soll sich diesen Fragen gewidmet werden. Daran anschlie\u00dfend werden in weiteren Beitr\u00e4gen verschiedene Label und Produktionsrichtlinien vorgestellt sowie Produktionsmethoden und CSR-Projekte (Corporate Social Responsibility) gro\u00dfer Namen der Outdoor-Branche unter die Lupe genommen.<\/p>\n<p>* <em>Okay, sieht man sich die im wahrsten Sinne des Wortes zugeschissenen Wege der bekannteren Routen w\u00e4hrend der Hauptsaison an, darf das auch bezweifelt werden&#8230;<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neues Umweltbewusstsein scheint in der Gesellschaft angekommen zu sein. \u00d6kologisch verantwortungsvoller Konsum ist nicht nur modern, sondern ein Statussymbol geworden. Denn heute ist man &#8220;drau\u00dfen zuhause&#8221; (Jack Wolfskin). 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