Rubihorn, Allgäu

Als Hesse bin ich selten im Allgäu (okay, ich war vorher noch nie im Allgäu), und auf der Suche nach einer schönen Tagestour bin ich auf das Rubihorn bei Oberstdorf gestoßen. In rund sechs Stunden sind gut 1800 Höhenmeter zu überwinden, wofür man mit einer wunderbaren Aussicht belohnt wird.

Wer, wie ich, von weiter her anreist und nach einer Übernachtungsmöglichkeit sucht: Ein kleiner, aber gut ausgestatteter Zeltplatz in der Nähe ist das Rubicamp bei Oberstdorf. Vom Parkplatz in Reichenbach aus, keine zehn Minuten mit dem Auto von Oberstdorf entfernt (2,50 Euro Tagesgebühr), beginnt der steile Anstieg zunächst auf einer asphaltierten Forststraße zur Alm.
Der asphaltierte Weg wird nach der Alm verlassen und führt durch Weideflächen über Waldwege und schließlich über teils rutschige (weil durch Bäche stets nasse) Felswege, immer weiter nach oben Richtung Geisalpsee. An wenigen Stellen ist der Weg daher mit Seilen und Tritthilfen gesichert. Kurz vor dem Geisalpsee bietet sich bereits eine herrliche Aussicht auf einen kleinen Wasserfall, der vom See ins Tal abfließt. Aus der Ferne kann man sich schon ein einsames Fleckchen für die Brotzeit am Geisalpsee aussuchen. Es gibt eine kleine Schutzhütte und viele freie Rasenflächen, die auf ein Nickerchen einladen. Das Wasser ist kalt und klar, Enten und kleine Fische leisten stets Gesellschaft. Vom Rubihorn, das man über den Bergrücken in Serpentinen besteigt (Sonnenhut! Der Bergrücken bietet für rund eine Stunde keinerlei Schatten), hat man eine tolle Aussicht, auch hinunten auf den Geisalpsee. Alles in allem eine wunderbare Tagestour in den Allgäuer Alpen, die in knapp sechs Stunden gut zu wandern ist.