Testbericht: The StickPic

StickPicVor jeder größeren Tour stellt sich für alle Fotografen die gleiche Frage: Was von der Fotoausrüstung soll mit, und vor allem: Wie soll sie mit. Kameras sind schwer, klobig und empfindlich. Obwohl ich normalerweise keine Tour ohne meine Spiegelreflexkamera unternehme, habe ich großes Gefallen an einem neuen, kleinen Begleiter gefunden: Dem StickPic, der Trekkingstöcke zum Stativ für Kompaktkameras umfunktioniert.

Eckdaten, Konstruktion und Material

  • Material: Bruchfester Kunststoff
  • Größe 1: 13,5 mm Ø (für Trekkingstöcke der Marken Komperdell und REI)
  • Größe 2: 11,5 mm Ø (Leki, Gossamer Gear, Mountain King, Alpikt und Craig Hoppers)
  • Größe 3: 12,5 mm Ø (Black Diamond, Fizan, Garmount Supreme, Life Link, Power Ridge)
  • Arretierung: Drehscheibe an einem normalen 1/4″-Gewinde
  • Gewicht: 11g (Herstellerangabe)
  • Hersteller: StickPic (San Francisco, USA)
  • Artikellink des Herstellers: thestickpic.com

Testbericht

Die Idee des StickPic ist so simpel wie genial: Kamera und Trekkingstöcke haben die meisten von uns ohnehin immer dabei, für ein paar richtig interessante und ungewöhnliche Aufnahmen fehlt aber oft ein Stativ. Jeder, der gerne alleine unterwegs ist, hat sich schon am klassischen Selbstportrait mit ausgestrecktem Arm versucht. Meistens ist dann aber eher der Arm selbst im Bild – und von der schönen Umgebung nichts mehr zu sehen. Das ändert sich mit dem StickPic. Über ein 1/4″-Gewinde ist er im Nu an die Kamera geschraubt, und noch schneller ist die Kamera per StickPic auf die Spitze eines Trekkingstocks geschoben. Sieht gefährlich und wackelig aus, hält aber. Der Trekkingstock wirkt so als Armverlängerung und macht auf diese Weise tolle Fotos und Videos von sich vor der Umgebung möglich. Weil der StickPic schräg auf der Spitze sitzt, verschwindet der Stock selbst unter dem Bildausschnitt und man ist immer im Mittelpunkt. Lange Rede, kurzer Sinn, so sieht das am Ende aus:
Der StickPic am Fizan-Compact
StickPic
… und in Aktion:

Preis-Leistungs-Verhältnis

Über £12.99 bzw. 14.95 Euro kann man sich nicht beschweren. In meinem letzten Kinofilm hatte ich für 11 Euro zwei Stunden Langeweile, mit dem StickPic habe ich schon tagelang Spaß gehabt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist super, denn der StickPic macht genau das, was er soll, und er macht es hervorragend. Vertrieben wird der StickPic in Deutschland exklusiv vom Trekking-Lite-Store.

Anmerkungen und Tipps

Der StickPic passt an jedes handelsübliche Kameragehäuse, ob Kompaktkamera oder DSLR. Obwohl er über Selbstauslöser natürlich auch für Fotos brauchbar ist, liegt seine Stärke eindeutig bei Videoaufnahmen. Die Handschlaufe (bei einer Kompaktkamera) sollte dabei unbedingt vorher um den Teller des Trekkingstocks gelegt und die Kamera dann durch die Schlaufe durchgeführt werden. Wenn man die Kamera so per StickPic am Trekkingstock befestigt, bleibt die Kamera über die Handschlaufe am Trekkingstock hängen, wenn sich der StickPic einmal lösen sollte. Mir ist das allerdings noch nicht passiert. Daher sollte man aber unbedingt darauf achten, die richtige Größe zu kaufen! Eine falsche Größe hält vielleicht auf den ersten Blick, rutscht aber bei der ersten Belastung dann doch von der Spitze.
Für eine DSLR lohnt sich der StickPic meiner Meinung nach nicht. Auch dann nicht, wenn man den Trekkingstock einfährt um das Gewicht der Kamera besser halten zu können. Richtige DSLRs sind einfach zu schwer, sodass sich der StickPic bei mir immer um die Spitze des Trekkingstocks gerutscht ist.
Einen weiteren Testbericht hat Rio Leichtsinn geschrieben und dabei offensichtlich ähnlich viel Spaß gehabt wie ich.

Fazit

  • Simpel zu bedienen
  • Ermöglicht ungewöhnliche Aufnahmen
  • Wiegt nichts, passt in jede Tasche

Video vom Hersteller